Oberfränkisches Bauernhofmuseum

Bauernmalerei – Bilder aus der Luft und Malerei auf Möbeln

Ausstellung ab Wiedereröffnung bis zum 11. Juli 2021

Luftbild von einem Traktor mit Streuwagen kurz vor Vollendung der Kalkstreuarbeiten

Bauernmalerei ist ein zwiespältiger Begriff. Meist denkt man dabei an die mit Blumen, Ranken und Ornamenten verzierten Möbeloberflächen. In Abgrenzung zum städtischen oder bürgerlichen Geschmack und zur maschinellen oder industriellen Formensprache suggeriert der Bezug „Bauern“ Tradition, Urwüchsigkeit, Bodenständigkeit, Natürlichkeit, Kraft und Gesundheit.

 

 

Dabei gibt es weder Bauernmöbel noch Bauernmalerei. Die Möbel im Dorf wurden von Schreinern hergestellt und bemalt – seltener auch von Malern insbesondere von Kirchenmalern. Benutzt wurden die Möbel gleichermaßen von Handwerkern wie Schustern, Schneidern, Webern, Tagelöhnern, von Bauern und Bürgern.

 

 

 

Luftbild von einem Mähdrescher bei der Getreideernte

Der Archäologe Klaus Leidorf fotografiert seit über 30 Jahren aus der Luft. Der wesentliche berufliche Zweck war lange Zeit, historische Spuren im Boden zu finden, Bodendenkmäler zu entdecken oder Baudenkmäler in der Topografie darzustellen. Er hat viele tausend archäologische Fundstellen dokumentiert oder überhaupt erst entdeckt. Aus der Luft bilden zu bestimmten Zeiten Bewuchsmerkmale die Reste historischer Bebauung so ab, wie man sie aus der Perspektive des Spaziergängers nie erkennen könnte. Fundamente, Gräben, alte Wasserläufe, Altstraßen, Wälle werden plötzlich sichtbar.

Seine Bilder sind von Bauern gemacht, aber sie erscheinen erst aus großer Höhe wie gemalt. Tatsächlich sind sie gedüngt, geeggt, geackert, gesät, gewalzt, gemäht, geschnitten, gespritzt und gefahren.

Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz

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