Oberfränkisches Bauernhofmuseum

Ausstellung „Bauernmalerei“

Selbstportrait des Luftbildarchäologen Klaus Leidorf an seinem Arbeitsplatz, einer Cessna 172 in der Luft.

Bauernmalerei – Fotografien des Luftbildarchäologen Klaus Leidorf aus Buch am Erlbach

Klaus Leidorf, geboren 1956 in Bonn, fotografierte schon in der Kindheit gerne aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln – dass es einmal sein Beruf werden wird, ahnte er damals noch nicht.
Er studierte 1976 bis 1983 in Bonn und Marburg evangelische Theologie, Religionsgeschichte und Vor- und Frühgeschichte.

Von 1983–1985 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg und von 1985 bis 1989 Wissenschaftlicher Angestellter am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

Seit 1989 arbeitet er als freiberuflicher Luftbildarchäologe mit Schwerpunkt in Bayern. Dafür machte er den Pilotenschein und ab Ende der 80er Jahre befand sich der Arbeitsplatz von Klaus Leidorf nun weitestgehend in einer Cessna 172 mehrere hundert Meter über dem Boden.
Der wesentliche Zweck seiner Arbeit war lange Zeit, historische Spuren im Boden zu finden, Bodendenkmäler zu entdecken oder Baudenkmäler in der Topografie darzustellen. Er hat viele tausend archäologische Fundstellen dokumentiert oder überhaupt erst entdeckt. Aus der Luft bilden zu bestimmten Zeiten Bewuchsmerkmale die Reste historischer Bebauung so ab, wie man sie aus der Perspektive des Spaziergängers nie erkennen könnte. Fundamente, Gräben, alte Wasserläufe, Altstraßen, Wälle werden plötzlich sichtbar. Seit vierzig Jahren werden Luftaufnahmen professionell ausgewertet. Der zunehmende Flächenverbrauch hat es nötig gemacht, die Landschaft genauer unter die Lupe zu nehmen.
Ein »Nebenprodukt« dieser Luftaufnahmen für die Archäologie sind hunderttausende von Bildern von Natur- und Kulturlandschaften aus der Vogelperspektive, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Bei jedem Flug richtet Klaus Leidorf seine Kameras auch auf Wälder und Berge, Städte und Dörfer, Flüsse und Seen, Dachlandschaften, Verkehrswege, Freibäder und Volksfeste, Plätze und Parkplätze, Industriebauten und schafft faszinierende künstlerische Aufnahmen. Licht und Schatten bilden stimmungsvolle Motive, abstrakte Strukturen und verwegene Ausschnitte geben den Betrachtenden Rätsel auf.
Kunden aus der ganzen Welt erfreuen sich an seinen Werken – unter anderem präsentiert auf allen wichtigen internationalen Kunstmessen durch Roy Seifert von der Kunstgalerie Contempop (Tel Aviv/New York). Auch die verschiedensten Kunden aus der Medienbranche interessieren sich für die Arbeit von Klaus Leidorf – das reicht von Bildern für Werbekampagnen, über Dokumentarfilme und Hörsendungen über seine Arbeit bis hin zu Bildbänden bei unterschiedlichen Verlagen. Architekten nutzen ebenfalls sein Bildmaterial gerne zur Bereicherung von Projekten.

Ausstellung ab Wiedereröffnung bis zum 11. Juli 2021

 

 

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